Pressemitteilung: „Das dicke Ende kommt erst noch“ - Blickpunkt 09.05.2015 – „130 Flüge an einem Tag – Inbetriebnahme der südlichen Start- und Landebahn des BER“

Die Zeitung „Der Blickpunkt“ titelte am 09.05.2015 „130 Flüge an einem Tag“ und setzte sich mit der Inbetriebnahme der südlichen Start- und Landebahn des BER auseinander. Nicht erwähnt wurde, dass weniger als 10 % der betroffenen Bürger, entgegen den gesetzlichen Bestimmungen, keinen Schallschutz haben, und dass das erst der Anfang der ganzen Geschichte ist.

Am 12.05.2015 fand in Mahlow in der Astrid-Lindgren-Schule eine Veranstaltung statt, bei der u.a. Vertreter der Deutschen Flugsicherung (DFS) berichteten, dass vermutlich 2017/2018 mit 260.000 Flugbewegungen am Flughafen Schönefeld zu rechnen ist, d.h. der Summe aus Schönefeld und Tegel zusammen plus den bis dahin noch zu erwartenden Steigerungen der Flugbewegungen. Dies bedeutet, wenn man das durch 365 Tage teilt, 712 Flugbewegungen an einem Tag. Wenn man die 130 Flugbewegungen, die jetzt auf der Südbahn stattfinden, dazu ins Verhältnis setzt, muss man feststellen, dass wir erst 18 % des bei Eröffnung des BER zu erwartenden Flugbetriebs haben, d.h. Anzahl der Flugbewegungen, mit denen die Bürgerinnen und Bürger aus Blankenfelde und auch Rangsdorf und Dahlewitz zu rechnen haben, werden sich verfünf- bis versechsfachen.

Wer bisher meinte, das wird schon nicht so schlimm kommen, und das wird man irgendwie aushalten können, wird sich vermutlich jetzt eines Besseren belehrt fühlen und wie sagte so schön der Volksmund: „Vorsichtig ist die Mutter der Porzellankiste.“ Auch ich möchte zur Vorsicht raten, denn für viele sind jetzt schon die 130 Überflüge eine Tortur, eine Verfünf- bis Versechsfachung der Flugbewegungen wird ein Übriges mit sich bringen. Die gesundheitlichen Belastungen werden steigen, und wir werden alle miteinander feststellen, dass Fluglärm krank macht und eben keine vernachlässigende Größe ist.


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