Pressemitteilung 23.02.2017: Marks - das nächste Bauernopfer

Warum wird eigentlich bei den Verschiebungen der Eröffnung immer nur eine Person verantwortlich gemacht?

Wieder einmal wird ein Technikchef gegangen.

Man kann sich noch gut an die Lobeshymnen die zu seinem Amtsantritt zu hören waren erinnern. Dann war da auch noch Herr Amman, der ebenfalls als ganz besonderer Experte mit Lobgesängen gepriesen wurde. Von allen Technikchefs war Amman der Einzige der die Dinge solide angegangen ist. Und ausgerechnet den hat man ohne Sachgrund kaltgestellt und gefeuert!? Was macht der jetzt eigentlich. Ist der noch immer bei der Betriebsgesellschaft der FBB am stochern?

Hat Herr Marks bzw. einige Technikchefs vor ihm und auch Herr Schwarz wirklich allein versagt oder ist er nur ein weiteres Bauernopfer damit andere den Kopf aus der Schlinge ziehen können. Warum fällt dieses simple Vorgehen nach der 5. Verschiebung der Eröffnung noch immer nicht auf?

Haben die Aufseher der FBB GmbH nichts gewusst oder nicht aufgepasst? In beiden Fällen hätten sie gegen ihre Pflichten als Aufsichtsräte verstoßen (denn entweder haben sie nicht nahgefragt und alles geglaubt was ihnen von der Geschäftsführung vorgelegt wurde oder sie haben nicht ausreichend beaufsichtigt und kontrolliert) und müssten normaler Weise mit Konsequenzen rechnen.

Wahrscheinlich läuft es immer nach dem gleichen Muster, weil viele Mitglieder des Aufsichtsrats und der Gesellschafterversammlung aus dem politischen Raum kommen. Diese Volksvertreter haben ja schon vor länger Zeit ihre eigene Reinwaschung sicher gestellt , indem sie eine - laut Bericht des Brandenburgischen Landesrechnungshofes - mindestens sehr unzureichende und den üblichen Standards nicht genügende „Haftungsprüfung“ bei von Ihnen selbst ausgewählten Prüfern nach den von Ihnen selbst definierten engen Grenzen beauftragt haben. Da müsste doch der Groschen mal fallen.

Da verantwortungsbewusste Menschen und erst recht gewählte Repräsentanten des Volkes dem nicht weiter zusehen können und dürfen hat der Landtagsabgeordnete Christoph Schulze vom Netzwerk der Brandenburger Vereinigten Bürgerbewegungen / Freie Wähler daher umgehend nach der erneuten Verschiebung der Eröffnungen erneut (nach Februar 2016) einen Antrag auf Haftungsprüfung der aktuellen Aufsichtsratsmitglieder nach den vom Landesrechnungshof definierten Mindestkriterien in den Sonderausschuss BER des Landtags eingebracht.

Was tut die Regierungskoalition: Um die Brenzlichkeit durch Zeitverlauf und Vergessen zu entschärfen, wurden alle Anträge erst einmal auf die nächste Sitzung Ende März vertagt.

Prinzip Hoffnung? Oder mal wieder ein neuer Versuch den wirklich Verantwortlichen Parteigenossen den Kopf aus der Schlinge ziehen zu helfen?

Darüber hinaus bleibt auch noch die Frage: Was kostet diese Aktion des X. Rauswurfs eines Bauernopfers – Technikchefs den Steuerzahler eigentlich? Also uns alle?


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