Pressemitteilung 19.9.2016 - Fracking fast überall im Land Brandenburg möglich

Antworten der Landesregierung auf Anfragen zum Fracking von Christoph Schulze, BVB/ FREI WÄHLER

Das Fracking ist eine bekannte, aber auch höchst umstrittene Methode, Erdgas aus Gesteinsschichten zu lösen, welches normalerweise nicht förderbar wäre.

In den Vereinigten Staaten hat Fracking derart um sich gegriffen, dass die Vereinigten Staaten mittlerweile zum Exporteur von Kohlenwasserstoffen geworden sind, als auch eine Energieautarkie erreicht haben. Auch in Deutschland wurde in den vergangenen Jahren schon verschiedentlich gefrackt.

Nunmehr hat der Deutsche Bundestag in der 25. KW des Jahres 2016 das sogenannte Fracking-Gesetz beschlossen. Der Bundesrat muss dem Gesetz noch zustimmen. Die Bundes-Umweltministerin (SPD) behauptet, dass das Fracking-Gesetz eigentlich ein Antifracking-Gesetz ist. Es wird in diesem Gesetz in konventionellem und unkonventionellem Fracking unterschieden auf Basis der Gesteinsformationen getroffen. In den Gesteinsformationen Schiefer-, Ton-, Mergel- und Kohleflözgestein wird mit dem unkonventionellen Fracking das Gas gefördert.

Das Land Brandenburg gehört – wie die neuen Bundesländer insgesamt - zu den sicher am besten geologisch untersuchten und prospektierten Regionen in Deutschland und Europa. Die DDR hat aufgrund ihres permanenten Rohstoff- und Devisenmangels mit den geologischen Instituten der DDR die Untergrundverhältnisse sorgfältig untersuchen lassen. Das Landesbergamt Brandenburg hat Zugriff auf die ehemaligen Daten.

„Meine Nachfrage bei der brandenburgischen Landesregierung ergab die erschreckende Antwort, dass Zitat: „Der Einsatz der konventionellen Fracking-Technologie bei Erdgaslagerstätten ist, sofern wirtschaftliche Überlegungen ausgeblendet werden und lediglich auf die Frage der geologischen Voraussetzungen abgestellt wird, prinzipiell auf dem gesamten Landesterritorium Brandenburgs mit Ausnahme des Lausitzer Blocks und des Torgauer-Doberluger Synklinoriums im Süden des Landes möglich.““, teilt Christoph Schulze (BVB/FREI WÄHLER) mit.

„Ich bin fassungslos, dass im Land Brandenburg allein wirtschaftliche Interessen entscheidend sind, ob in unseren Bundesland gefrackt wird. Der Schutz der Menschen und unserer Natur ist wohl bald ausverkauft? Hier muss die rot-rote Landesregierung dringend Einhalt gebieten.“, fordert er.


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