Jens Wylegalla - Verführt, verlassen, verraten, verloren - Das Spiel mit der Demagogie

Jens Wylegalla Ludwigsfelde DSC 4630 für Homepage5.7.2016 - Jens Wylegalla - Landspolitischer Sprecher für den Mittelstand der BVB/Freie Wähler

Es ist klar, eine landespolitische Partei äußert sich normalerweise gar nicht zu Themen wie Europa. Es gibt jedoch Momente, in denen das Gebot der Stunde eine Positionierung erfordert. Der Brexit ist so ein Moment.

Ermöglicht aus politischem Fehlkalkül des Premiers David Cameron, beförderte die drittstärkste polititsiche Kraft Englands, die Ukip-Partei, ein Feuerwerk, das als reinster Populismus bezeichnet werden kann:

Geschürte Emotionen, kurzfristig orientierte nationale Sonderwege, ein zunehmend aggressiver und am Ende rassistisch betriebener Wahlkampf, gipfelnd in einem Attentat.

Unklare und diffuse Ängste wurden während des Referendum-Wahlkampfes bewusst geschürt und dafür genutzt, einen Keil zwischen Menschen mit gemeinsamen Anliegen zu treiben. Es bleibt zu erwarten, dass AfD und co. dieses politische Werkzeug der künstlichen, rassistischen und nationalistischen Emotionalisierung weiter einsetzen werden.
Ohne Blick auf die Folgen, geschweige denn Verantwortung für selbige!
Die bewusst vermarktete Strategie, sich als Anwalt des kleinen Menschen, der Gestrauchelten und Enttäuschten auszugeben, ist reines Blendwerk.
Hier geht es nicht um den mündigen Bürger, nicht um Landespolitik, sondern um klare machtpolitische Eigeninteressen.

Das Beispiel Großbritannien zeigt das klar an:
Gestern gab Ukip-Chef Nigel Farage seinen Rücktritt bekannt, nach 10 Jahren Führungsverantwortung gegenüber seiner Partei.
Als Idol des „angry white man' (weißer Wutbürger) thematisierte er Einwanderung und schürte mit seinen fremdenfeindlichen Parolen Ängste.
Noch vor einer Woche feierte er den Ausgang des Referendums.
Jetzt zeigt er sein wahres Gesicht.
Auch er will die Suppe nicht auslöffeln, die er selbst angerichtet hat.
„Feige, planlos, verantwortungslos" titeln die Medien zu Recht.

"I want my country back, I want my life back", wie der Demagoge Nigel Farage begründete - ich will mein Land zurück, ich will mein Leben zurück - werden sich Millionen Briten demnächst auch sagen, stehend vor einem Scherbenhaufen, gespeist von nationalen Großmachtträumen des letzten Jahrtausends.

Warum sich ein basisdemokratischer, rein landespolitisch orientierter Verband dazu äußern sollte?

Um zu bekennen, dass auch er offenen Auges sieht, was Populismus bewirkt.
Um sich von denen abzugrenzen, die in Brandenburg mit leeren Parolen Emotionen schüren.

Auch ein Herr "Gauleiter", wie Udo Lindenberg neulich treffend bemerkte, hätte endlich sein wahres Gesicht gezeigt.

Auch die Alternative für Deutschland und Ihre „Führer" gehen den Weg des Nigel Farage und der Ukip-Partei.

Die Brandenburger Vereinigten Bürgerbewegungen/ Freien Wähler haben klare Themen, übernehmen Verantwortung, sind basisdemokratisch in reinster Form.
Sie lehnen leere Parolen, das Schüren von Emotionen zum reinen Selbstzweck ab.
Sie sind die wirkliche Alternative auf der landespolitischen Ebene, nicht die Populisten und Selbstdarsteller.


Zusätzliche Informationen